Wie transportiert man ein Aquarium beim Umzug?
Ein Aquarium umzuziehen ist deutlich aufwändiger als der Transport gewöhnlicher Möbelstücke. Wasser, Glas, lebende Tiere und empfindliche Technik bilden ein sensibles Zusammenspiel, das beim Umzug schnell aus dem Gleichgewicht geraten kann. Wer mit Aquarium umziehen möchte, sollte sich der Risiken bewusst sein. Fische, Pflanzen und Mikroorganismen reagieren empfindlich auf Stress, Temperaturschwankungen und schlechte Wasserqualität. Schon kleine Fehler können dazu führen, dass Tiere erkranken oder das Becken am neuen Standort nicht mehr richtig läuft.
Aquarium umziehen an einen neuen Standort
Ein Aquarium-Umzug beginnt nicht am Umzugstag selbst, sondern mehrere Tage, besser Wochen vorher. Dazu gehört die Entscheidung, ob Sie den Umzug eigenständig durchführen oder einen professionellen Aquarien-Umzugsservice in Anspruch nehmen. Gerade bei großen oder stark bepflanzten Becken kann fachkundige Unterstützung sinnvoll sein, um Schäden am Aquarium und Verluste im Besatz zu vermeiden.
Wichtig ist außerdem, den neuen Standort bereits vorab vorzubereiten. Der Untergrund muss eben, tragfähig und wasserfest sein, Steckdosen sollten in ausreichender Anzahl vorhanden sein und das Becken darf nicht direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden. Auch die Raumtemperatur spielt eine Rolle, da extreme Kälte oder Hitze den Neustart des Aquariums erschweren.
Sicherer Transport des Aquariums ohne Schäden an Glas und Silikonnähten
Der sichere Transport des Aquariums selbst ist einer der kritischsten Schritte beim Umzug mit Aquarium. Die Glasbecken reagieren äußerst empfindlich auf Druck, Stöße und falsche Lagerung. Die richtige Vorbereitung ist daher das A und O.
- Aquarium vollständig entleeren: Vor dem Transport muss das Aquarium komplett wasserfrei sein. Bereits geringe Wassermengen erhöhen das Gewicht erheblich und erzeugen gefährliche Druckspannungen auf die Silikonnähte. Auch Bodengrund und schwere Dekoration sollten vorab entfernt werden.
- Gründliche Polsterung aller Seiten: Das leere Becken sollte von allen Seiten gut gepolstert werden, insbesondere an Kanten und Ecken. Umzugsmaterial, wie Styroporplatten oder Schaumstoff, eignet sich hervorragend zum Abfedern von Stößen.
- Aquarium immer stehend transportieren: Ein Aquarium sollte grundsätzlich aufrecht transportiert werden. In liegender Position wirken ungleichmäßige Kräfte auf die Silikonnähte, was zu Haarrissen führen kann.
- Fixierung im Transportfahrzeug: Im Umzugsfahrzeug muss das Aquarium gegen Verrutschen gesichert werden. Spanngurte oder rutschfeste Unterlagen fixieren das Becken, sodass es nicht umkippen kann.
- Vorsicht beim Tragen und Absetzen: Beim Tragen sollte das Aquarium stets gleichmäßig angehoben werden, idealerweise von zwei oder mehr Personen. Ruckartige Bewegungen belasten das Glas unnötig.
Wie verpackt man ein Aquarium samt Zubehör für den Umzug?
Neben dem eigentlichen Becken müssen auch Technik und Zubehör sicher ankommen. Filter, Heizstab, Beleuchtung und CO₂-Anlagen sollten vor dem Abbau vollständig vom Strom getrennt und sorgfältig gereinigt werden. Filtermedien müssen feucht in Aquarienwasser gelagert werden, um die wichtigen Bakterienkulturen zu erhalten. Diese Bakterien sind wichtig, damit das Aquarium nach dem Umzug nicht neu einfahren muss.
Technikkomponenten werden am besten einzeln in Luftpolsterfolie verpackt und in beschrifteten Kartons transportiert. Pflanzen können in feuchte Zeitungen oder spezielle Pflanzbeutel eingeschlagen werden, damit sie nicht austrocknen.
Dekorationsgegenstände wie Steine oder Wurzeln sollten ebenfalls separat und gut gepolstert transportiert werden, da sie sonst das Glas beschädigen könnten. Der Bodengrund kann teilweise im Becken verbleiben, sollte jedoch ebenfalls feucht gehalten werden, um die nützlichen Bakterien zu erhalten.
Umzug mit Aquarium - Fische drinlassen?
Manche Aquarienbesitzer fragen sich vor dem Umzug, ob sie die Fische einfach im Aquarium lassen können. Fische sollten beim Umziehen des Aquariums grundsätzlich aus dem Becken genommen werden, da der Transport mit Wasser für die Tiere extrem stressig und gefährlich ist. Stattdessen werden die Fische in spezielle Transportbeutel oder lebensmittelechte Eimer mit Aquarienwasser gesetzt. Wichtig ist, dass das Wasser aus dem gewohnten Becken stammt, um plötzliche Veränderungen der Wasserwerte zu vermeiden.
Die Transportbehälter sollten nur zu etwa zwei Dritteln mit Wasser gefüllt werden, damit ausreichend Sauerstoff vorhanden ist. Zusätzlich können batteriebetriebene Luftpumpen verwendet werden, insbesondere bei längeren Transportzeiten.
Wie lang überleben Fische im Transportbeutel und worauf sollte man achten?
Beim Umzug mit Aquarium ist der Transport der Fische ein besonders sensibler Punkt. Damit die Tiere den Ortswechsel möglichst stressfrei überstehen, kommt es auf mehrere entscheidende Faktoren an:
- Transportdauer einschätzen: Unter guten Bedingungen können Fische mehrere Stunden im Transportbeutel überleben, in vielen Fällen bis zu 12 Stunden oder länger. Entscheidend ist, dass der Transport so kurz wie möglich gehalten wird und unnötige Wartezeiten vermieden werden.
- Sauerstoffversorgung: Ein ausreichend großer Luftanteil im Beutel ist notwendig, da die Fische während des Transports Sauerstoff verbrauchen. Der Beutel sollte deshalb nicht vollständig mit Wasser gefüllt sein. Bei längeren Strecken können zusätzliche Sauerstofftabletten notwendig sein.
- Temperatur konstant halten: Starke Temperaturschwankungen setzen Fischen erheblich zu und können lebensbedrohlich sein. Transportbeutel sollten daher in isolierten Boxen gelagert werden, um Kälte oder Hitze auszugleichen.
- Besatzdichte reduzieren: Zu viele Fische in einem Beutel verschlechtern die Wasserqualität schnell und erhöhen den Stresspegel. Besser ist es, mehrere Beutel zu verwenden und die Tiere großzügig zu verteilen. Das reduziert Schadstoffe im Wasser und erhöht die Überlebenschancen deutlich.
- Licht und Erschütterungen minimieren: Dunkelheit wirkt beruhigend auf Fische und senkt den Stress während des Transports. Die Beutel sollten deshalb lichtgeschützt untergebracht und möglichst ruhig transportiert werden.
Neustart am neuen Standort: Aquarium einrichten
Nach dem eigentlichen Umzug beginnt der entscheidende Teil: das Aquarium am neuen Standort wieder sicher in Betrieb zu nehmen. Zunächst wird das Becken auf den vorbereiteten Unterschrank gestellt und sorgfältig ausgerichtet. Anschließend kommen Bodengrund, Dekoration und Pflanzen zurück ins Aquarium. Idealerweise verwenden Sie einen Teil des alten Aquarienwassers, um den Neustart zu erleichtern und die Wasserwerte stabil zu halten. Die Technik wird wieder angeschlossen und überprüft, bevor frisches Wasser ergänzt wird.
Erst wenn Temperatur und Wasserwerte passen, dürfen die Fische wieder eingesetzt werden. Auch hier ist Geduld gefragt, denn ein zu schneller Besatz kann Stress und Krankheiten begünstigen. In den ersten Tagen nach dem Umzug sollten Sie das Aquarium genau beobachten und regelmäßig Wasserwerte kontrollieren. Leichte Trübungen sind normal, sollten sich aber nach kurzer Zeit legen.
Fazit - Mit einem Aquarium sicher umziehen!
Ein Aquarium-Umzug ist mit besonderem Aufwand verbunden, lässt sich mit guter Vorbereitung jedoch sicher umsetzen. Wichtig ist jedoch, dass jeder Schritt genau geplant wird, um die Verluste so gering wie möglich zu halten.
Damit der Rest des Umzuges nicht zu kurz kommt, können Sie ein Umzugsunternehmen beauftragen, das sich um die Planung und Umsetzung kümmert. Wir von Domberger unterstützen Sie bei Ihrem Start in Ihr neues Zuhause!

Michele Gruber
Umzugsberater
0821 | 50 22 5-47
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